Die Ausstellung “Fotografien berühren” in Berlin

Posted on December 20, 2013

by Lucia Halder

Die Fotografie als scheinbar objektive Darstellungsform gewann im 19. Jahrhundert sowohl qualitativ als auch quantitativ rapide an Bedeutung. Dabei erschien das Medium auch als optimal, um Informationen über andere Kulturen und Völker zugänglich zu machen. Das Ethnologische Museum Berlin-Dahlem besitzt eine stattliche Sammlung entsprechender Aufnahmen von Forschungsreisenden aus zahlreichen Nachlässen, Ankäufen oder Schenkungen. Allein aus Lateinamerika befinden sich über 6000 Stück –  entstanden zwischen 1868 und den 1930er-Jahren – in der Sammlung.

„Fotografien berühren“ lautet der Titel der aktuellen Ausstellung in Dahlem, die sich zum Ziel gesetzt hat, eben jene Fotografien aus Lateinamerika neu zu erschließen und dabei nicht die Forschungsreisenden oder Entdeckungen in den Fokus zu rücken, sondern die Abgebildeten.

Die Präsentation entstand in Kooperation des Ethnologischen Museums mit dem Museum für Asiatische Kunst in Berlin-Dahlem und ist Teil der dritten sogenannten Probebühne des Humboldt Lab. In Vorbereitung auf den Umzug der beiden Museen und ihrer Sammlungen in das im Bau befindliche Berliner Stadtschloss experimentieren Kuratoren und Gestalter mit neuen Ausstellungsformen, die vor allem neue Perspektiven auf die Sammlungen ermöglichen sollen.

Zwei Jahre lang hat der Kurator und Ethnologe Michael Kraus die Sammlungen von Schwarz-Weiss-Fotografien aus Lateinamerika des Ethnologischen Museums bearbeitet. Akribisch recherchierte und rekonstruierte er die fotografischen Aufnahmesituationen sowie die Biographien abgelichteter Personen. Sein Ziel war es, „alte Begegnungen nachzuvollziehen und neue zu ermöglichen“. Die grundlegenden Fragen, die Kraus an die Fotografien stellt, lauten demzufolge: Wer sind die abgebildeten Menschen?  Was lässt sich heute noch aus dem Leben der Fotografen und Fotografierten berichten und wie können kollektive ethnologische Zuschreibungen (beispielsweise nach Stämmen) aufgelöst werden? In der Zusammenschau legt er nun Kategorien wie Angst, Empathie, Körperlichkeit und Ambivalenz frei. Dabei gelang es ihm – so im Einleitungstext nachzulesen –, einen intensiven, nahezu persönlichen Kontakt zu den Abgelichteten herzustellen.

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(Digital) Humanities Revisited – Challenges and Opportunities in the Digital Age. Oder: Wie man Gräben isst. | Rezensieren – Kommentieren – Bloggen

Posted on December 20, 2013

by Lilian Landes

Konferenz 5.12.–7.12.2013, Hannover Herrenhausen, Volkswagen Stiftung

Die Initiative zur hochkarätig und international besetzten Konferenz ging von der Volkswagen-Stiftung aus, die mit dem eben wiederaufgebauten Schloss Herrenhausen in Hannover einen geradezu splendiden neuen Konferenzort bietet, an dem es sich im Wortsinne königlich tagen, speisen und diskutieren lässt – ganz zu schweigen von der hervorragenden technischen Infrastruktur im Saal, wo kein Device hungrig in den Stand-by gehen muss.

Gute Voraussetzungen, um über Digitales zu sprechen. Ebenso passend zum Thema wirkt die Idee, gezielt Wissenschaftsblogger einzuladen: Wo man früher Vertreter der klassischen Presse hofierte, wurde in Hannover ein „Bloggers‘ Corner“ eingerichtet, der all die, für die bloggen, twittern und kommentieren bereits zum Alltag gehört, in den Pausen mit Gleichgesinnten zusammenführte.

Und damit sind wir schon bei einem tiefen Graben, der sich durch die Konferenz zog: Die einen verstehen das Tagungsthema „Digital Humanities“ im Sinne von „computergestützten Analyseverfahren“, die den klassischen Geisteswissenschaften ganz neue Forschungsfragen und Datenbearbeitungsmethoden eröffnen. Lev Manovich („Looking at one million images:  How Visualization of Big Cultural Data Helps Us to Question Our Cultural Categories“) etwa stellte solche Themen vor, die überhaupt erst durch das Vorhandensein digitaler Analysemethoden entstehen.

Um es pointiert zu formulieren (was das Medium Blog ja durchaus erlaubt): Die andere Seite des Grabens langweilt sich. Denn auch jene Seite versteht sich als Vertreter der „Digital Humanities“, jene, die mehr oder weniger „klassische“ geisteswissenschaftliche Forschung betreibt, aber an digitalen Infrastrukturen, also etwa an neuen Formen der Kommunikation (untereinander und mit der Öffentlichkeit) und an neuen Formen der Publikation interessiert ist, und die all das meist schon munter praktiziert. Selbstverständlich hat auch dieses „Wie“ des Arbeitens weitreichende Folgen auf Methoden, Ergebnisse und Reichweite.

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A million first steps – Digital scholarship blog

Posted on December 20, 2013

We have released over a million images onto Flickr Commons for anyone to use, remix and repurpose. These images were taken from the pages of 17th, 18th and 19th century books digitised by Microsoft who then generously gifted the scanned images to us, allowing us to release them back into the Public Domain.

The images themselves cover a startling mix of subjects: There are maps, geological diagrams, beautiful illustrations, comical satire, illuminated and decorative letters, colourful illustrations, landscapes, wall-paintings and so much more that even we are not aware of.

Which brings me to the point of this release. We are looking for new, inventive ways to navigate, find and display these ‘unseen illustrations’. The images were plucked from the pages as part of the ‘Mechanical Curator’, a creation of the British Library Labs project. Each image is individually addressible, online, and Flickr provies an API to access it and the image’s associated description.

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International discussions on copyright exceptions for libraries and archives re-commence today | IFLA

Posted on December 20, 2013

Today, on the third day of negotiations at the 26th meeting of the Standing Committee on Copyright & Related Rights (SCCR) at WIPO headquarters in Geneva, discussions regarding copyright exceptions and limitations for libraries and archives are getting underway.

A number of countries including Brazil, Tunisia, Iran, Guatemala, Trinidad and Tobago and India have already taken the floor to express their support for a legally-binding international instrument in favour of libraries and archives.

Libraries and archives around the world are strongly represented, with IFLA joined by EIFL, the International Council of Archives, the Canadian Library Association, the German Library Association, the Society of American Archivists and the Karisma Foundation (Colombia). These organisations have united to produce a short introduction to their advocacy work at WIPO, and why it’s important.

We encourage you to download this introduction and share it with your colleagues.

Right now, library and archive delegations at WIPO are taking the floor to provide their views on the need to preserve the essential functions of libraries and archives around the world, enabled by copyright laws.

We will keep you updated throughout the week.

Find out how you can follow the meetings here.

Read full post here. (Originally posted 18 December 2013)

Das Internet schreibt Geschichte

Posted on December 20, 2013

An der Freien Universität entsteht 100 Jahre nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs eine Online-Enzyklopädie zum Thema

Es war ein Konflikt am Rande Europas, mit dem alles begann: In der damaligen bosnischen Hauptstadt Sarajevo erschoss der Student Gavrilo Princip am 28. Juni 1914 den Thronfolger Österreich-Ungarns, Erzherzog Franz Ferdinand. Auch seine Gattin Sophie wurde getötet. Nur wenige Wochen später erklärte Österreich-Ungarn Serbien den Krieg, und eine unheilvolle Kettenreaktion kam in Gang: Innerhalb kurzer Zeit waren zahlreiche Nationen rund um den Globus in den Krieg verstrickt.

Schützengräben, Stellungskämpfe und die Rivalität zwischen Deutschland, Frankreich und Großbritannien prägen das Bild in den Geschichtsbüchern bis heute. „Der wissenschaftliche Blick liegt traditionell auf der Westfront“, sagt der Historiker Oliver Janz, Professor am Friedrich-Meinecke-Institut (FMI) der Freien Universität Berlin. Vernachlässigt worden sei hingegen lange, wie sich der Krieg auf Osteuropa, Afrika, Asien, Lateinamerika und neutrale Staaten ausgewirkt hat.

Wenn sich der Kriegsausbruch im Sommer 2014 zum 100. Mal jährt, wird sich das ändern: Eine Online-Enzyklopädie mit internationalen Veröffentlichungen zum Ersten Weltkrieg soll erstmals den Geschehnissen auf der ganzen Welt gerecht werden. Gefördert wird sie von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Die Leitung liegt bei Professor Oliver Janz und Professor Nicolas Apostolopoulos, Leiter des Centers für Digitale Systeme (CeDiS) der Freien Universität, die das Projekt gemeinsam mit der Bayerischen Staatsbibliothek München initiiert haben.

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Crowdsourcing our cultural heritage

Posted on December 20, 2013

By Mia Ridge

Almost in press, my edited volume, ‘Crowdsourcing our cultural heritage’, will be published with Ashgate in 2014 (Hardback ISBN 978-1-4724-1022-1).

Here’s a sneak peek at what’s in store…

Crowdsourcing our Cultural Heritage

Edited by Mia Ridge, Open University, UK

Crowdsourcing, generally described as the act of taking work once performed within an organisation and outsourcing it to the general public in an open call, is becoming increasingly popular in memory institutions as a tool for digitising or computing vast amounts of data.  This book aims to bring together for the first time the collected wisdom of international leaders in the theory and practice of crowdsourcing in cultural heritage.

Crowdsourcing can be immensely effective for engaging audiences with the collections of cultural heritage organisations, but it is not a panacea.  The investment of resources needed to build a successful crowdsourcing project requires an overview of the range of options and consideration of the impact on memory institutions relationships with its audiences, alongside technical and interface decisions.  Through this book readers will gain an understanding of key issues in the design of crowdsourcing projects.  The authors offer accessible case studies from a range of internationally significant projects in museums, libraries, archives and higher education with theoretically informed, actionable insights on crowdsourcing in cultural heritage.  They outline the context in which their projects were created, the challenges and opportunities that informed decisions during implementation, and reflect on the results.  This book will be essential reading for information and cultural management professionals, students and researchers in universities, corporate, public or academic libraries, museums and archives.

Read full post here. (Originally posted 18 December 2013)

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