Das Internet schreibt Geschichte

By Gretchen | December 20, 2013

An der Freien Universität entsteht 100 Jahre nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs eine Online-Enzyklopädie zum Thema

Es war ein Konflikt am Rande Europas, mit dem alles begann: In der damaligen bosnischen Hauptstadt Sarajevo erschoss der Student Gavrilo Princip am 28. Juni 1914 den Thronfolger Österreich-Ungarns, Erzherzog Franz Ferdinand. Auch seine Gattin Sophie wurde getötet. Nur wenige Wochen später erklärte Österreich-Ungarn Serbien den Krieg, und eine unheilvolle Kettenreaktion kam in Gang: Innerhalb kurzer Zeit waren zahlreiche Nationen rund um den Globus in den Krieg verstrickt.

Schützengräben, Stellungskämpfe und die Rivalität zwischen Deutschland, Frankreich und Großbritannien prägen das Bild in den Geschichtsbüchern bis heute. „Der wissenschaftliche Blick liegt traditionell auf der Westfront“, sagt der Historiker Oliver Janz, Professor am Friedrich-Meinecke-Institut (FMI) der Freien Universität Berlin. Vernachlässigt worden sei hingegen lange, wie sich der Krieg auf Osteuropa, Afrika, Asien, Lateinamerika und neutrale Staaten ausgewirkt hat.

Wenn sich der Kriegsausbruch im Sommer 2014 zum 100. Mal jährt, wird sich das ändern: Eine Online-Enzyklopädie mit internationalen Veröffentlichungen zum Ersten Weltkrieg soll erstmals den Geschehnissen auf der ganzen Welt gerecht werden. Gefördert wird sie von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Die Leitung liegt bei Professor Oliver Janz und Professor Nicolas Apostolopoulos, Leiter des Centers für Digitale Systeme (CeDiS) der Freien Universität, die das Projekt gemeinsam mit der Bayerischen Staatsbibliothek München initiiert haben.

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